Individuelle 5S Werkzeugeinlagen

Optimierung der Büromaterialien: Werkzeugeinlage

Gewohnheiten ändert nur das Leichentuch.
Arabische Sprichwort

In der besinnlichen Vorweihnachtszeit findet man stets eine ruhige Minute, um mit alten Gewohnheiten zu brechen. So auch dieses Jahr. Um die Gleichberechtigung zwischen Produktion und Adminstration herzustellen – schließlich kann jeder hübsche Schaumstoffeinlagen für sein „Werkzeug“ haben – wurde an zwei Vormittagen das Büromaterial re-organisiert. Zugleich war es natürlich ein Test der Schaumstoffmaterialien und Lieferanten.

Der Post leitet zudem die Kategorie Lean Management (in China) ein. Ich bin gespannt, wie sich Lean Management in China einführen lässt, welche Möglichkeiten hierbei Taobao und Alibaba und die Werkbank der Welt bieten.

Im Grunde gibt es bei Schaumstoffeinlagen recht wenig Alternativen

  1. Kauf von Rohware zum Selbstschneiden (Skalpell) – je eine Platte 500*600mm in schwarz und blau => ~10€
  2. Kauf von Rohware für die hauseigene CNC Maschine – 640*480*30mm zweifarbig im Verbund komplett => ~15€
  3. Kauf von fertigen Einlagen beim Dienstleister => je nach Aufwand ~30-60€

Um die 5S Toolbox mit neuen Praxisbeispielen zu füllen, habe ich Material besorgt, um die Punkte 1. und 2. zu testen.

Lieferanten

Im CETPM-Forum gab es vor einiger Zeit eine lebhafte Diskussion über Schaumstofflieferanten. Ich habe mich für die Tests für den Gummifritz24 entschieden, da dieser einen Webshop hat (und auf Ebay anbietet – für den anspruchsvollen Privatmann). Alternativ gibt es größere Mengen auch bei der Firma Stickling und NaNoform auf Anfrage via E-Mail (mit günstigeren Preisen: 3-4€ für beide Platten 490x560x20 / 10mm statt 10€).

Beim Gummifritze habe ich zwei Plattentypen bestellt: Zellpolyethylen -Mittelhart mit extra blauen Zellpolyethylenplatten in 5mm Stärke und die „ready-to-use“ Zellpolyethylenzuschnitt-zweifarbig (hier anklicken). Zu beachten ist, das nur die mittelharten Platten mit dem Skalpell zu schneiden sind, die härteren zweifarbigen Platten sollten maschinell mit der Oberfräse oder CNC Maschine verarbeitet werden.

Fotos vom Rohmaterial

Verarbeitung

Die Verarbeitung mit dem Skalpell lief relativ gut. Anfangs sieht es schon schlecht aus, sehr fransig, krumm und schief. Allerdings sieht man das später nicht mehr so deutlich, wenn die Utensilien drin liegen. Und die Kanten nutzen sich schnell ab, wodurch alles am Ende ganz gut aussieht. Allerdings ist es eine sehr aufwendige Arbeit. Für die abgebildeten Einlagen braucht man schon gute 4h im ersten Wurf (sortieren, positionieren, anzeichnen, ausschneiden). Im zweiten Versuch – ohne Skrupel und Hemmung – sollte alles in 2h machbar sein.

Schaumstoffeinlage schwarz / grau von Hand gefertigt
Schaumstoffeinlage schwarz / grau von Hand gefertigt

 

 

Fazit der Methoden 1. und 2. (Handarbeit)

Ich würde es ehrlich gesagt nicht nochmal von Hand machen. Für absolut individuelle Einlagen (Bürobereich, Messtechnik) ist Methode 1. anwendbar, da die Erstellung der Werkzeugdaten für die CNC Maschine ebenfalls aufwendig ist, bzw. 5-6€ pro unbekannten Sonderwerkzeug beim Dienstleister kostet. Der Test mit der Oberfräse / CNC steht noch aus – wird sich aber auch nur bei gelangweilten Azubis mit CNC Maschine lohnen.

Für alle, die bisher gelesen haben und sich die Arbeit nicht mehr antun möchten …

3. Kauf von fertigen Einlagen beim Dienstleister

Hier bietet sich der Anbieter Toolbed an. Günstiger Anbieter – 30-35€ pro Einlage – riesige Datenbank an Markenwerkzeug. Für die 08/15 Standardeinlagen in der Fertigung einwandfrei – die Digitalisierung von fehlendem Werkzeug oder Sonderwerkzeug kostet 5€ pro Werkzeug. Es gibt Gerüchte, dass der Hersteller auch für alle Markenhersteller die Standardeinlagen herstellt.

Hat jemand bessere Lieferanten? Gerne in den Kommentaren eine Nachricht hinterlassen 🙂

Ein Kommentar

  1. Hallo Michael,

    ein sehr schöner Artikel über ein Thema mit dem meine Mitarbeiter und ich uns täglich beschäftigen. 5S Shadowboards sind ja mittlerweile in vielen Unternehmen zu finden die Lean Production Konzepte umsetzen wollen.

    Wir, die MA-INDUSTRIE GmbH stellen unter anderem genau solche Einlagen her.
    Oft benötigen unsere Kunden aber nur Einzelstücke oder Kleinmengen.

    Für diese Kunden haben wir unter der Adresse https:/FOAM24.com einen Schaumstoffeinlagen Editor entwickelt der jedem zur Verfügung steht um individuelle Shadowboards zu gestalten.

    Die anfallenden Kosten werden in Echtzeit angezeigt und eine Fotokonturerkennung ist auch enthalten.

    Ich würde mich freuen wenn Du Dir unsere Plattform einmal ansiehst und in Erwägung ziehst uns mal zu testen.

    Viele Grüße,

    Michael Schwimmbeck

    8. September 2016
    Reply

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