Tagesausflug in die Hauptstadt

Vergangenes Wochenende haben wir einen Tag in der Metropole Peking verbracht. Nach dem Frühstück fuhren wir vom Hotel mit Bus und U-Bahn ca. 40 Minuten zum Hauptbahnhof in Tianjin. Dank der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Tianjin und Peking legt man die Strecke von 150 km bei 300 km/h in rund 30 min zurück. Die Trasse wurde damals für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking angelegt – die Hauptstadt gönnt sich ja sonst nichts.

Irgendwie ähneln die chinesischen Bahnhöfe in Großstädten stark Flughäfen: Als wir ankamen, mussten wir erstmal durch den Sicherheitscheck. Nachdem wir abgetastet und unsere Taschen durchleuchtet worden waren, gingen wir zum Schalter um Fahrkarten zu kaufen. Dort mussten wir unsere Pässe vorzeigen, damit unsere Namen und die Passnummer auf den Tickets vermerkt werden konnten. Auf einer großen Tafel mussten wir dann nach der vierstelligen Nummer unseres Zuges Ausschau halten, damit wir unser Gate ausfindig machen konnten. Nach einer erneuten Sicherheitskontrolle, samt Ticket und Passprüfung, wurden die Tickets rot gestempelt und wir durften in die Wartehalle unseres Gates. Dort mussten wir dann ein Drehkreuz passieren, wobei unsere Tickets nochmals gecheckt wurden und dann kamen wir endlich an unserem Zug an. Hier war alles vorbildlich, sogar auch in Englisch, beschriftet. Der Zug war praktisch ein ICE: An den Wagen standen die Wagennummern sowie nochmals die Zugnummer. So fanden wir unseren Wagen samt Sitzplätzen ganz leicht. Auch das Zuginnere erinnerte mit der Anzeige und der Glasschiebetür sehr an unsere ICEs. Der Zug soll angeblich auf 350 km/h ausgelegt sein, was unser Zug dann allerdings nicht ganz erreicht hat:

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Die Sitze dagegen ähnelten eher aufgrund der begrenzten Beinfreiheit und Aufteilung (3 Sitze – Gang – 2 Sitze) Flugzeugsitzen:

Nach 33 Minuten sehr angenehmer Fahrtzeit hatten wir den südlichen Pekinger Hauptbahnhof Běijīng Nán erreicht. Mit der U-Bahn fuhren wir in das Viertel Dong Zhi Men und gingen zunächst zu einem sehr leckeren Italiener Mittagessen. Dort gab es endlich wieder mal authentisches westliches Essen zu einem vernünftigen Preis in sehr angenehmer Atmosphäre – es lagen doch tatsächlich Tischdecken auf den Tischen! Gesättigt schlenderten wir noch ein wenig durch das nett angelegte Viertel mit vielen kleinen italienischen Cafés. Anschließend fuhren wir dann noch mit dem Taxi zum berühmten Silk Market, wo wir diesmal allerdings nicht fündig wurden. 2006 waren wir bereits schon mal in dieser Shopping Mall gewesen – damals war es dort allerdings noch viel schmutziger, unordentlicher und chaotischer gewesen. Gegen Abend fuhren wir wieder zum Bahnhof zurück und passierten wieder unzählige Sicherheitskontrollen. Diesmal bekamen wir 1. Klasse-Tickets, was die Fahrt dank der breiten Sessel und der Servicefrau, die Häagen-Dazs-Eis anbot, noch angenehmer machte 🙂

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